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Arbeitsfeld Stadt- und Regionalentwicklung.

YOUTH LEAD

Das Erasmus+-Projekt „Exploring Success Stories and Factors: Youth Participation in LEADER Regions“ (Akronym: YOUTH LEAD) bringt LEADER-Regionen und Jugendarbeit aus Deutschland, Finnland und Rumänien zusammen. Fünf Regionen vergleichen Ansätze der Jugendbeteiligung, erproben Methoden der Partner*innen und stellen die Ergebnisse weiteren Interessierten zur Verfügung.

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Warum Jugendbeteiligung in ländlichen Räumen? 
In ländlichen Regionen sind junge Menschen in der Regel nicht an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen beteiligt. Auch LEADER-Strukturen können für junge Menschen vergleichsweise schwer zugänglich sein, obwohl ihre Perspektiven für die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume von großer Bedeutung sind. Genau hier setzt das Erasmus+-Projekt YOUTH LEAD an: Es bringt LEADER Regionen und Organisationen der Jugendarbeit aus Deutschland, Finnland und Rumänien zusammen, um Ansätze zur Beteiligung junger Menschen kennenzulernen, zu vergleichen und praktisch zu erproben. Alle Partner*innen und die mit ihr kooperierenden Jugendorganisationen haben einen gemeinsamen Bedarf erkannt: die Jugendbeteiligung in ihren lokalen LEADER-Gebieten zu stärken, demokratisches Engagement zu fördern, Selbstwirksamkeit zu unterstützen und nachhaltige Entwicklungsergebnisse zu sichern.

 
Projektziele und beteiligte Regionen 
Im Mittelpunkt stehen drei miteinander verbundene Ziele:

  1. Die Zusammenarbeit zwischen LEADER-Aktionsgruppen, beziehungsweise LEADER-Regionalmanagements und Organisationen der Jugendarbeit stärken
  2. Erfolgsfaktoren und Strategien für Jugendbeteiligung identifizieren und übertragbare Methoden erproben
  3. Gewonnene Erfahrungen aufbereiten, sodass auch andere LEADER-Regionen davon profitieren

Um die Ziele zu erreichen, arbeiten die LEADER-Regionen Havelland und Ostprignitz-Ruppin aus Deutschland, die finnischen Regionen Norsu und Koillismaan sowie die rumänische Region GAL-MVC zusammen. Ergänzend sind Organisationen der Jugendarbeit eingebunden. Im Havelland ist dies bspw. die Ländliche Erwachsenenbildung Brandenburg e. V.


Projektablauf 
Zunächst erfassen die Regionen den aktuellen Stand der Jugendbeteiligung, sammeln Beispiele guter, aber auch weniger erfolgreicher, Praxis und holen Perspektiven junger Menschen ein. Beim ersten transnationalen Projekttreffen in Finnland werden diese Erfahrungen verglichen und Erfolgsfaktoren sowie Methoden diskutiert. Anschließend wählt jede Region einen Ansatz aus einer anderen Partnerregion aus und erprobt ihn im eigenen regionalen Kontext. Beim zweiten Projekttreffen in Deutschland werden die Erfahrungen ausgewertet und in einer digitalen, mehrsprachigen Publikation aufbereitet. Außerdem findet in Kooperation mit der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) ein deutschlandweites Vernetzungstreffen statt. Die Ergebnisse werden über die Netzwerke der Partner und bei Veranstaltungen verbreitet, sodass auch andere LEADER-Regionen von den erprobten Beteiligungsansätzen profitieren können.

Das Projekt läuft vom 01.10.2026 bis zum 31.10.2027. 


Bedeutung für Brandenburg 
Für die Brandenburger LEADER-Regionen Havelland und Ostprignitz-Ruppin bietet die europäische Zusammenarbeit die Möglichkeit, von Regionen zu lernen, in denen Jugendbeteiligung bereits stärker in die LEADER-Arbeit integriert ist. Die gewonnenen Erkenntnisse und erprobten Methoden können dazu beitragen, junge Menschen und Organisationen der Jugendarbeit künftig systematischer in Prozesse der ländlichen Entwicklung einzubeziehen und regionale Strukturen nachhaltig zu stärken. 
Das Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Erasmus+ gefördert (Small-scale Partnerships in Youth). 

 

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